
Ca. 15 bis 20 % aller Kinder reagieren auf Umwelteinflüsse sehr sensibel oder sogar hochsensibel.[1] Diese Fähigkeit ermöglicht es, unterschiedliche Reize intensiver wahrzunehmen oder sich in andere gut einzufühlen. Sensible Kinder können tiefgründig denken, kreativ handeln und haben nicht selten besondere Begabungen. Mitunter kann der Umgang mit dieser Eigenschaft aber auch schwierig sein. Zum Beispiel dann, wenn Kinder zur Verarbeitung ihrer Wahrnehmungen oder zur Emotionsregulation andere Mechanismen brauchen als Kinder mit weniger sensibler Wahrnehmung. Nicht immer besteht im Alltag einer KiTa oder eines Hortes die Möglichkeit, um entsprechendes Verhalten einzuüben. Das kann am Zeitplan des Gruppenalltags liegen oder auch daran, dass Fachkräften die innere Verfassung des Kindes gar nicht bewusst ist. Ähnlich ist es im Blick auf Abläufe und Persönlichkeiten in der Familie.
Als Folge kann es bei betroffenen Mädchen und Jungen zu einer Dekompensation kommen. Unbearbeitete Entwicklungsaufgaben können zu Rückzug, Verdrängung oder aggressivem Auftreten führen. Die Kinder sind mit sich und ihrer Umwelt nicht im Reinen und verhalten sich entsprechend. Die Entfaltung positiver Persönlichkeitsmerkmale wird gehemmt.
Zusammen mit der zertifizierten Hochsensibilitätspädagogin Marie – Therese Coordes bieten wir Unterstützung an. Sie hat ihr Fachwissen durch eine entsprechende Ausbildung am Institut für Hochsensibilität erhalten. Die Veranstaltung für Eltern und Fachkräfte findet am 21.04.2026 um 16:30 Uhr in der Stadtbibliothek Döbeln statt. Sie bietet fundierte Informationen und lädt zum Austausch ein. Eine parallele Kinderbetreuung in der Bibliothek ist möglich.
Voranmeldung unter Tel.: 03431 710335 oder per Mail an:
Veranstalter: Stadtbibliothek Döbeln



