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Stadtrundgang: Auf den Spuren des jüdischen Lebens

Samstag, 3. November 2018, 13:00

2018 11 03 Auf den Spuren des jüd. LebensHistorischer Stadtrundgang

Bis heute ist wenig über das Leben und den Alltag der Döbelner Jüdinnen und Juden bekannt. Ein Großteil der jüdischen Familien siedelte sich zwischen Mitte des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts in der Region an. Viele waren assimiliert und in die Stadtgesellschaft integriert. Gerade die kaufmännischen Tätigkeiten prägten die Region. So gab es in Döbeln jüdische Geschäfte, die das Leben in der Stadt prosperieren ließen. Diese waren in städtische Festlichkeiten
eingebunden, schalteten Werbeanzeigen in Lokalzeitungen und waren im Stadtbild präsent.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialist_innen 1933 kam es auch in Döbeln zu Verfolgung, Ausgrenzung, Demütigung und Entrechtung der hier ansässigen Jüdinnen und Juden. So wurden sie bspw. namentlich in der Lokalzeitung diffamiert und es wurde zum Boykott ihrer Geschäfte aufgerufen. Viele versuchten in die Anonymität der Großstädte zu fliehen. Aus der Stadt wurde das jüdische Leben zur Gänze vertrieben. Die meisten Jüdinnen und Juden wurden in einem Konzentrations- oder Vernichtungslager ermordet. Einigen wenigen gelang die Flucht und sie überlebten die Shoah.

Am 3. November 2018 möchte sich die AG Geschichte gemeinsam mit Interessierten auf Spurensuche begeben. An den historischen Orten wird über das jüdische Leben und das Schicksal der Menschen berichtet, um an sie zu erinnern und ihre Geschichten weiterzutragen.

Veranstalter: Treibhaus e. V. Döbeln

Veranstaltungsort* : Treff: 13.00 Uhr am Café Courage Döbeln, Bahnhofstraße 56

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