22. November 2019

2019 11 22 Brücke Straße des Friedens Freigabe 6Freie Fahrt auf der Brücke Straße des Friedens 

Die Fußgänger konnten sie schon seit Anfang November nutzen, nun rollen seit Freitag auch die Autos über die neue Brücke Straße des Friedens in Döbeln. Am Vormittag war die offizielle Verkehrsfreigabe vollzogen worden. 

Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser dankte allen, die am Bau beteiligt waren. Er dankte aber auch allen für ihr Verständnis, die mit den Widrigkeiten auskommen mussten, die eine solche Baustelle mit sich bringt. Oberbürgermeister Liebhauser: „Die neue Brücke ist ein markanter Faktor im Hochwasserschutzkonzept."

Wir freuen uns, dass sie nun fertig ist, Döbeln ein Stück hochwassersicherer geworden ist und der Verkehr wieder fließen kann. 

Im Auftrag der Landestalsperrenverwaltung war das Bauwerk in den vergangenen
17 Monaten errichtet worden. Es überspannt den Fluss auf einer Länge von
40 Metern. Die alte Brücke hatte lediglich eine Spannweite von 26 Metern. Da das Flussbett in dem Bereich deutlich aufgeweitet wurde, musste auch die Brücke vergrößert werden. Zudem ist die neue Brücke etwa 30 Zentimeter höher. Auf beiden Uferseiten waren die Brückenbauer an Fixpunkte, wie der Einmündung Uferstraße, der Zufahrt zur Warenanlieferung Kaufland und Grundstückszufahrten gebunden. Ebenso, wie die Flutschutzmauern in der Döbelner Altstadt wird die Brücke durch Bohrpfähle getragen. Ein Mittelpfeiler stützt die Konstruktion.

Das Bauunternehmen Arlt aus Frohburg hat die Brücke errichtet.

Mit im Boot waren auch die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschafts GmbH und der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal, die den Brückenbau nutzten, um Trinkwasser- bzw. Abwasserleitungen zu verlegen. In die benachbarte Kreuzung Straße des Friedens/ Schillerstraße wurde zeitgleich ein Regenüberlaufbauwerk eingebaut. 

Der Freistaat Sachsen investiert unter Regie der Landestalsperrenverwaltung in Döbeln etwa 50 Millionen Euro in den Hochwasserschutz. Dabei werden auf einer Länge von 6.500 Metern Hochwassermauern und Schutzanlagen errichtet.

Döbeln soll damit vor einem - statistisch gesehen - 50-jährigen Hochwasser geschützt werden. Gemeinsam mit den geplanten Stauanlagen in Mulda und Oberbobritzsch am Oberlauf der Freiberger Mulde könnte man dann sogar einem 100-jährigen Hochwasser widerstehen.

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