23. November 2021

2021 11 19 Altenahr aufgenommen Thomas Hanns 9Döbelner Hilfe in Altenahr übergeben

Bedrückend und nur schwer fassbar waren die Eindrücke, die Döbelns Oberbürgermeister Sven Liebhauser und Baudezernent Thomas Hanns bei ihrem Besuch in der Verbandsgemeinde Altenahr im Ahrtal aufnahmen. Altenahr in Rheinland-Pfalz war bei den verheerenden Überschwemmungen im Juli dieses Jahres stark betroffen. Insgesamt kamen
38 Menschen ums Leben. Zahlreiche Häuser waren eingestürzt und Straßen unpassierbar. Die Infra-struktur, Wasser- und Stromversorgung sowie Telekommunikation wurden zerstört. Die Schäden sind auch heute kaum bezifferbar.

Die tragischen Bilder ließen bei vielen Döbelnerinnen und Döbelnern die Erinnerungen an das Geschehene 2002 und 2013 in Döbeln wach werden. Damals erhielt Döbeln Unterstützung von überall her. Das haben die Döbelner nicht vergessen und sind bis heute dankbar. Als Zeichen der Menschlichkeit, der Solidarität und des Zusammen-stehens in schweren Zeiten spendeten sie für die Betroffenen. Auf dem städtischen Spendenkonto gingen bisher 22.075 Euro ein. Der Stadtrat stellte aus dem Haushalt der Stadt weitere 20.000 Euro zur Verfügung.

Oberbürgermeister Liebhauser und Baudezernent Hanns waren nun in Altenahr, um dort am 19. November die Gesamtsumme von 42.075 Euro zu übergeben und sich vor Ort ein Bild zu machen von der Situation.

Die Verbandsgemeinde Altenahr hat etwa 11.400 Einwohner und besteht aus
12 Ortsgemeinden. Von denen waren neun vom Hochwasser betroffen. Mehr als
18 Brücken sind total zerstört.

2021 11 19 Altenahr aufgenommen Thomas Hanns 5Der Beigeordnete der Verbandsgemeinde Georg Knieps schilderte den beiden Döbelner Vertretern dramatische Schicksale, die sich während der Katastrophe ereigneten. Etwa acht Meter hoch stand das reißende Wasser in dem engen Ahrtal. Konkrete Angaben gibt es nicht, die Pegelmess-einrichtungen wurden durch das Wasser weggerissen.

 

Die Bürgermeisterin von Altenahr, Cornelia Weigand bedankte sich sehr herzlich bei allen, die mit ihrer Spende auf das Döbelner Spendenkonto den Betroffenen in ihrer Gemeinde helfen. Oberbürgermeister Liebhauser betonte, dass man gekommen ist, um den Menschen in Altenahr Mut zu machen und ihnen zu zeigen, dass die Döbelner an ihrer Seite stehen. Er bot auch an, Erfahrungen, die Döbeln nach den Hochwassern 2002 und 2013 mit Wiederaufbau, Flutschutz und Alarmierungssystemen gemacht hat, weiterzugeben. Man vereinbarte auch weiterhin im Kontakt zu bleiben.

Der Wiederaufbau in Altenahr wird noch viel Zeit in Anspruch nehmen. Bei zahlreichen Gebäuden steht noch die Entscheidung aus, ob sie wiederaufgebaut oder saniert werden können. Viele Einwohner sind derzeit auswärts untergebracht, oft in Ferienwohnungen oder bei Freunden und Verwandten.

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