04. Mai 2018

2018 01 11 Brücke Straße des Friedens 2Brückenbau beginnt im Juni

Am 25. Juni beginnen die Bauarbeiten an der Brücke Straße des Friedens in Döbeln.
Damit bestätigte Thomas Zechendorf, Gesamtprojektleiter für den Hochwasserschutz in Döbeln bei der Landestalsperrenverwaltung (LTV) im Stadtrat am 03. Mai 2018 die bereits seit längerem angekündigten Termine. Zügig soll Ende Juni mit dem Abriss begonnen werden.

Das Bauunternehmen Arlt aus Frohburg hat den Auftrag für das Projekt „Ersatzneubau Brücke Straße des Friedens“ erhalten. Mit im Boot sind auch die Döbeln-Oschatzer Wasserwirtschafts GmbH und der Abwasserzweckverband Döbeln-Jahnatal, die den Brückenbau nutzen, um Trinkwasser- bzw. Abwasserleitungen zu verlegen.

Insgesamt wird mit einer Bauzeit von 14 Monaten kalkuliert. Das bedeutet, dass die neue Brücke im September 2019 wieder nutzbar sein soll.

Diese wird den Fluss dann auf einer Länge von 40 Metern überspannen. Die alte Brücke hat lediglich eine Spannweite von 26 Metern. Da das Flussbett in dem Bereich deutlich aufgeweitet wird, muss auch die Brücke vergrößert werden. Zudem wird die neue Brücke etwa 30 Zentimeter höher sein.

Thomas Zechendorf wies darauf hin, dass man auf beiden Seiten der Brücke an Fixpunkte, wie der Einmündung Uferstraße, der Zufahrt zur Warenanlieferung Kaufland und Grundstückszufahrten gebunden ist. Ebenso, wie die Flutschutzmauern in der Döbelner Altstadt wird die Brücke durch Bohrpfähle getragen. Ein Mittelpfeiler stützt die Konstruktion. 

Die Brücke Straße des Friedens ist eine der verkehrsreichsten Brücken in Döbeln, der Bau wird also zu entsprechenden Einschränkungen und Umleitungen führen.
In Ost-West-Richtung wird der Verkehr von der Oberbrücke über die Ritterstraße und die Rosa-Luxemburg-Straße in Richtung Volkshauskreuzung geführt. Bis Ende Juni sollen die derzeitigen Bauarbeiten an der Rosa-Luxemburg-Straße beendet sein. In West-Ost-Richtung fließt der Verkehr von der Niederbrücke über die Zwingerstraße und die Kleine Kirchgasse zur Oberbrücke. 

Der Freistaat Sachsen investiert unter Regie der Landestalsperrenverwaltung in Döbeln etwa 50 Millionen Euro in den Hochwasserschutz. Dabei werden auf einer Länge von 6.500 Metern Hochwassermauern und Schutzanlagen errichtet. Döbeln soll damit vor einem - statistisch gesehen - 50-jährigen Hochwasser geschützt werden. Gemeinsam mit den geplanten Stauanlagen in Mulda und Oberbobritzsch am Oberlauf der Freiberger Mulde könnte man dann sogar einem 100-jährigen Hochwasser widerstehen.